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Public Transportation


Materialien für einen bewegenden und bewegten Markt

Public Transportation

Public Transportation – Ein wichtiges Standbein der „New Mobility“

Die Reduktion der menschengemachten, klimaschädlichen Emissionen ist in der heutigen Zeit eine große – wenn nicht die größte – Aufgabe der modernen Welt. Da die Mobilität ein großer Emittent klimaschädlicher Gase ist, sind neue Konzepte gefordert. Hierbei kommt neben der Weiterentwicklung der individuellen Mobilität mithilfe neuer Technologien wie E-Mobility, Wasserstoffantrieb und Gewichtsoptimierung auch dem Ausbau des Bereichs Public Transportation eine Schlüsselrolle zu, um den Menschen in Zukunft eine vergleichbare Alternative bieten zu können. In beiden Bereichen bilden Kunststoffe die idealen Grundstoffe, da sie eine große Designfreiheit bei geringem Gewicht ermöglichen.

Busse und Bahnen erfordern jedoch - aufgrund der im Vergleich zu PKWs längeren Evakuierungszeit -ein besonderes Augenmerk auf die Entflammbarkeit der verwendeten Materialien zu legen. AKRO-PLASTIC® bietet verschiedene Lösungen an, welche nach dem Busstandard ECE 118 sowie verschiedenen Bahnstandards zertifiziert sind (EN45545-2, NFPA 130). 

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Produktcharakterisierung

UN/ECE R 118 Anhang 6, 7 und 8: 

Die Regelung 118 der UNECE beschäftigt sich mit der Entflammbarkeit sowie dem Brandverhalten von Materialien, welche in Bussen eingesetzt werden sollen. Der Standard stellt verschiedene Anforderungen and die Entzündbarkeit, die Brenngeschwindigkeit sowie das Schmelzverhalten. Die Anforderungen richten sich nach der Einbauposition des Bauteils.

Anhang 6 der ECE 118 beschreibt die Brenngeschwindigkeit in horizontaler Richtung und ist somit vergleichbar mit der aus dem Automobilbau bekannten FMVSS 302. Diese Prüfung wird bei Materialien durchgeführt, welche horizontal im Fahrzeug verbaut sind. Sollte das Bauteil in einer Position installiert werden, welche mehr als 15°C von der Horizontalen abweicht, muss nach Anhang 8 getestet werden. Dieser Test behandelt die Brenngeschwindigkeit in vertikaler Richtung. Sollte ein Material Anhang 8 bestehen, so gilt Anhang 6 ebenfalls als bestanden.

Ein besonderes Augenmerk muss auf Bauteile gelegt werden, welche oberhalb der Passagiere verbaut sind. Um das Abtropfen brennender Schmelze zu verhindern, müssen die dort verwendeten Materialien Anhang 7 erfüllen, ein Test, welcher das Verhalten während des Schmelzens überprüft. AKRO-PLASTIC bietet verschiedene Compounds, welche nach den Anhängen 6,7 und 8 geprüft wurden. Diese Materialien basieren auf PA6 und sind in Glasfasergehalten zwischen 15% und 30 % erhältlich.

DIN EN 45545-2: Der europäische Bahnstandard für Anforderungen an die Entflammbarkeit von Materialien

Das Ziel der Europäischen Union war es, die Anforderungen an die Materialien europaweit zu harmonisieren, damit der internationale Transit vereinfacht wird. Im Jahre 2013 wurde die EN 45545-2 veröffentlicht, seit 2016 ist sie europaweit gültig. Der Standard fußt auf drei verschiedenen Säulen: Minimierung der Möglichkeit einer Brandbildung, Verlangsamung der Brandausbreitung und Reduktion der gefährlichen Brandnebenerscheinungen wie die Bildung giftiger Gase und Rauch. Der Ansatz dieser Norm ist nicht mit dem der ECE 118 vergleichbar.

Nicht jedes Bauteil hat den gleichen Einfluss auf die Entwicklung eines Brandes und somit auch die verfügbare Evakuierungszeit. Der Einfluss einer brennenden Sitzschale ist beispielsweise größer als der Einfluss eines kleinen Bauteils außerhalb des Fahrgastraums. Aus diesem Grund wurde der Begriff des Requirement Sets (R) eingeführt. Das Requirement Set wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Einige Bauteile, wie zum Beispiel die oben genannte Sitzschale, haben ein auf sie zugeschnittenes Requirement Set, in diesem Fall R6. 

Da es jedoch nicht möglich ist, jedes Bauteil in einem Zug zu kategorisieren, gibt es auch nicht gelistete Komponenten. Hier richtet sich das Requirement Set nach der Größe, dem Gewicht sowie dem Einbauort des Bauteils. Das Requirement Set bestimmt, welche Prüfungen durchgeführt werden müssen, um eine Zertifizierung zu erhalten.

Im Vergleich zu Bussen unterscheiden sich die Evakuierungszeiten verschiedener Zugtypen teilweise erheblich voneinander. Eine Straßenbahn kann relativ schnell halten, während bei einem Schnellzug einige Minuten bis zum Stillstand verstreichen können. Um dieser Begebenheit Rechnung zu tragen, wurde neben den Requirement Sets der Begriff eines dreistufigen Hazard Levels (HL) eingeführt. Je länger die Evakuierungszeit, desto höher ist das Hazard Level. Es bestimmt die Werte, welche bei den Prüfungen, welche nach dem Requirement Set bestimmt wurden, erreicht werden müssen.

Da die EN 45545-2 eine sehr differenzierte Norm ist, muss für jede Anwendung das richtige Material ermittelt werden. Unsere Experten unterstützen Sie gerne bei der Wahl des richtigen Werkstoffes. Dabei greifen wir auf ein breites Portfolio zurück, welches die gängigen Anforderungen erfüllt. Besonders erwähnt werden sollte das Material AKROMID® C28 GF 25 FRT, das einzige glasfaserverstärkte Polyamid, welches die strikten Anforderungen nach R1, R6 und R7 HL2 erfüllt.

FAR 25.853: 
Internationale Luftfahrt

 

Um gewisse Standards bezüglich der Brandsicherheit in Verkehrsflugzeugen zu gewährleisten, fordert die Federal Aviation Administration (FAA), dass eine Reihe von Brandprüfungen durchgeführt wird. Im Falle eines Kontaktes zu Hitze oder einer Flamme soll dies die Performance des Materials hinsichtlich der Branderscheinungen widerspiegeln. Die Anforderungen der Tests sind in der Federal Aviation Regulation (FAR) 25.853 spezifiziert. 

AKROLOY® PA K17 FR schwarz (5762) ist ein 35 % glasfaserverstärktes PA 6.6-Blend mit einer hochschmelzenden Komponente, welches die Tests nach der Airbus Norm AITM 2.0002 A, AITM 2.0002 B, AITM 2.0007 A und AITM 3.0005 besteht. Somit erfüllt das Material die Anforderungen für Brennbarkeit, Rauchgasdichte und Toxizität der Brandgase im Interieurbereich.
* = Komponenten-Nummer

Haftungsausschluss: Alle auf dieser Website gemachten Angaben basieren auf unseren derzeitigen Kenntnissen und Erfahrungen. Eine rechtlich verbindliche Zusicherung bestimmter Eigenschaften oder Eignung für einen konkreten Einzelfall kann aus unseren Angaben nicht abgeleitet werden. Die Verarbeiter und Anwender werden durch unsere Angaben nicht von Versuchen und eigenen Prüfungen für den konkreten Einsatzfall befreit. AKROMID®, AKROLEN®, AKROLOY®, AKROTEK®, ICX®, PRECITE® und DIA(hr)LOG®  sind registrierte Marken der AKRO-PLASTIC GmbH.

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