Werkserweiterung in Niederzissen
AKRO-PLASTIC erweitert Produktionsfläche um 20.000 m² und schafft somit 80 neue Arbeitsplätze in der Region
Nach der bereits in 2010/2011 erfolgten Erweiterung von Lager, Labor und Verwaltungsgebäude, investiert die AKRO-PLASTIC GmbH, Spezialist für innovative und anwendungsorientierte Kunststoffcompounds, erneut am Standort Industriegebiet Brohltal Ost in Niederzissen, Rheinland-Pfalz. Spatenstich für den Erweiterungsbau der neuen Produktionshalle war am 12.08.2011.
Im neuen Multimediaraum im obersten Stockwerk des kürzlich fertiggestellten Erweiterungsbaus des Verwaltungsgebäudes begrüßte Andreas Stuber, Geschäftsführer der AKRO-PLASTIC GmbH, die Gäste aus der Kommunalpolitik und der beteiligten Bau- und Planungsfirmen. Knapp ein Jahr nach dem letzten Spatenstich vom 14.06.2010, war man hoch erfreut über die erneute Investitionsbereitschaft der Firmengruppe an diesem Standort. „Wir sind dankbar und stolz, dass die AKRO-PLASTIC und somit die international ausgerichtete Feddersen-Gruppe unserer Region und unserem Wirtschaftsstandort die Treue hält“, so Dr. Jürgen Pföhler (CDU), Landrat des Kreises Ahrweiler. „Diese Entscheidung zeigt, dass die Bemühungen von Verbandsgemeinde und Kreis um einen attraktiven Wirtschaftsstandort auf fruchtbaren Boden fallen“, ergänzt Dr. Pföhler.
Dr. Pföhler wies in seinem Grußwort auch noch einmal auf die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Region hin. Mit einer Arbeitslosenquote von ca. 4 Prozent könne man laut Dr. Pföhler nahezu von einer Vollbeschäftigung sprechen. Man liege damit deutlich unter dem Landesdurchschnitt und erst recht unter dem Bundesdurchschnitt. Durch die Schaffung von ca. 80 neuen Arbeitsplätzen in der Region trägt die AKRO-PLASTIC mit ihrer Werkserweiterung zu diesem positiven Trend bei.
Aber der Kreis hat sich auch in Sachen Baugenehmigungsmanagement bemüht, im engsten Schulterschluss mit den Kommunen und Verfahrensbeteiligten den Ablauf der Verfahren koordiniert und organisiert zu gestalten und somit die erforderlichen Genehmigungen auf schnellstem Wege auszustellen. Im Fall AKRO-PLASTIC war das Genehmigungsverfahren sehr komplex und technisch anspruchsvoll, denn es war eine zusätzlich Stromversorgung für den Neubau notwendig. Dies konnte jedoch an einem runden Tisch gemeinsam mit dem Energieversorger, der Verwaltung und der AKRO-PLASTIC schnell und reibungslos geklärt werden.
Herr Andreas Stuber lobte auch seinerseits die gute Kooperation mit der Verwaltung und die bereits seit langen Jahren bestehende fruchtbare Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Bau- und Planungsfirmen. Nach einem kurzen Überblick über die Feddersen-Gruppe und deren einzelne Unternehmen stellte Herr Stuber die Erweiterung der Produktion am Standort Niederzissen im Detail vor. Auf einer Grundfläche von 20.000 m² finden 14 neue Compoundierlinien Platz, womit eine Kapazität größer 60.000 Tonnen abgedeckt werden kann.
Dies bedeutet eine Erweiterung der Produktionskapazität um das 1,5-fache. Das bestehende, moderne Produktionskonzept der 2002 errichteten ersten Produktionsanlage wird auch im neuen Gebäude beibehalten. AKRO produziert hier hauptsächlich Compounds auf Basis von Polyamid, die unter eigenem Markennamen AKROMID® bzw. AKROLOY® vertrieben, als auch Polyester, die in Lohnfertigung produziert werden.
Mit der FEDDEM GmbH & Co. KG, ansässig in Sinzig, ebenfalls Kreis Ahrweiler, verfügt man innerhalb der Feddersen-Gruppe über einen Hersteller von Extrusions- und Compoundieranlagen. Diese Rückwärtsintegration birgt einen erheblichen Vorteil, besonders in Bezug auf Wartung und Instandhaltung.
„Durch die positive Konjunkturentwicklung im vergangenen Jahr haben wir uns bereits so rasch nach der Erweiterung von Lager, Labor und Verwaltung entschieden, nun mit dem Ausbau der Produktion zu beginnen“, so Andreas Stuber. „Natürlich können wir heute noch nicht voraussagen, ob sich die Wirtschaftslage weiterhin positiv entwickeln wird, doch in der Feddersen-Gruppe investieren wir gern antizyklisch. Wir alle arbeiten daran, dass diese Investition ein Erfolg wird“.
Das Investitionsvolumen des Produktionsneubaus bei AKRO-PLASTIC beläuft sich auf ca. 17 Mio Euro und ist somit die derzeit eine der größten Investitionen im Brohltal, wie Johannes Bell (FWG), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, betonte. „Die AKRO-PLASTIC hat mit dem Werksneubau in 2002 die Initialzündung für dieses Industriegebiet gegeben und ist und bleibt seitdem der Motor für dieses Industriegebiet“, so Bell.
Der Bürgermeister betonte in seinen Grußworten auch noch einmal wie wichtig es sei, wohnortnahe, qualifizierte Arbeitsplätzen in der Region zu schaffen und regionale Partner und Firmen in das Bauvorhaben einzubeziehen. Dies führe letztendlich auch zu mehr Steuereinnahmen für die Region die zur Finanzierung der Infrastruktur, Kindergärten und Schulen eingesetzt werden und somit der Allgemeinheit zugutekommen.
Bei einem anschließenden Rundgang durch das in 2010/2011 erweiterte Verwaltungsgebäude und das akkreditierte Labor konnten sich die Anwesenden von den hochmodernen Produktions- und Prüfanlagen überzeugen.
Weitere Investitionen innerhalb der Feddersen-Gruppe wurden in 2010 auch in China getätigt, wo die AKRO Engineering Plastics (Suzhou) Co., Ltd. im 3. Quartal ein neues Werk bezogen hat. Mit zunächst zwei Compoundierlinien wurde dort die jährliche Produktionskapazität auf 7.000 Tonnen ausgeweitet. Weitere Linien werden sukzessive hinzukommen. Auch dieses Werk ist auf Wachstum ausgelegt.
Dr. Jürgen Pföhler (Zweiter von rechts), Landrat des Kreises Ahrweiler, wünscht Andreas Stuber (Zweiter von links) gutes Gelingen für die Produktionserweiterung.
